Künstler

Kunst, Musik, Literatur, Writers Residence

Kunst

Kurator: Dr. Heinz Stahlhut

Flurina Badel & Jérémie Sarbach (CH):
Field, 2018 | Installation | Scheune, Fergitz

In einer geschlossenen Scheune stoßen die Besucherinnen und Besucher des Festivals auf ein gepflügtes Feld, das sich endlos zu dehnen scheint. Zu dieser Irritation kommt hinzu, dass die Furchen nicht in der Landschaft vorgefunden, sondern vom Künstlerpaar aus Ton geformt und dann fotografiert wurden. Überdies verlaufen sie in der Installation nicht nur in der Länge, sondern auch in die Breite, und beide Furchenzüge sind wie bei einer textilen Struktur verwoben. Flurina Badel und Jérémie Sarbach machen mit dieser Installation auf die in der Uckermark immer mehr um sich greifende Monokultur aufmerksam, die die Landschaft enorm verändert.

Brick-Lab (SDA): Garten am Ausgang von Fergitz

Die Brüder Abdulrahman und Turki Gazzaz, die mit ihren unkonventionellen Entwürfen in diesem Jahr Saudi-Arabien an der Architektur Biennale von Venedig vertreten, verwenden für ihre experimentellen Gestaltungen häufig natürliche Materialien und traditionelle Techniken. Auch am Uckermark Festival entstehen Gebäude auf Grundlage dieser Praxis.
Die Brüder Gazzaz arbeiten unter dem Namen bricklab an Interventionen, die zwischen Design und Architektur angesiedelt sind. Dabei möchten sie Ort, Objekt und Betrachter vernetzen. Sie suchen einen Dialog, der sozioökonomische und wirtschaftliche Entwicklungen aufgreift.

Barbara Caveng (CH/D): Landhandel_Bodenfrage, 2018 | Intervention
Bushäuschen, Fergitz

Ausgangspunkt für die Arbeit ist der „Landhandel“ in Gerswalde, dessen Betreiberin nach 22 Jahren ihr Geschäft im November 2018 an eine Nachfolgerin übergeben wird. Dann verschwinden wahrscheinlich die letzten original DDR-Produkte aus den Regalen, die – noch – von einem Land zeugen, welches „ver-handelt“ wurde. Der Handel mit Land wirft die Bodenfrage auf: Die an der Realität gescheiterte Utopie der sozialistischen Bodenreform, die Land als kollektives Besitztum begreifen wollte, führte nach der Wende zu einer Reprivatisierung, infolge deren viele Land flohen, andere Land suchten.

Das Bushaltestellenhäuschen in Fergitz lädt bei einem Becher Club Cola und einer Schaufel Erde zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Utopien zur Bodenfrage ein.

Lina Gazzaz (SDA): Baum Nähe Badestelle Fergitz

Die Künstlerin Lina Gazzaz hat für das Uckermarkfestival eine Installation geschaffen, die an die eleganten Schwünge und Linienzüge ihrer kalligraphischen Malereien erinnert: Ein roter Teppich windet sich vom Grasboden an den Stamm eines Baumes, der einen natürlichen Sitz bildet, welcher durch Lina Gazzaz Intervention zum märchenhaften Thron mitten in der Landschaft wird. Wir sind eingeladen, die Landschaft und ihre Erhabenheit zu reflektieren.

Angela Hausheer & Leo Bachmann: (CH): Für die Vögel, 2018
Partizipative Intervention | Wiesen in Fergitz
Live-Aktion und Publikation mit der Druckerei dahier,
Galerie zum Löwen | Gerswalde (siehe Programmzeiten)

‚Für die Vögel‘ richtet die Aufmerksamkeit auf die rund 200 Vogelarten, die in der Uckermark jedes Jahr rasten, überwintern und brüten. Was sich als Spaziergang mit performativer Intervention in den Fergitzer Wiesen formuliert, erweitert sich im Projektraum Löwen.haus in Gerswalde als einmalige Live-Aktion und Publikation. Dabei geht es um Erkundungen zwischen Raum und Aktion, Sprache und Klang, Komposition und Improvisation.

Olaf Holzapfel (D):  having a gate, 2018 | partizipative Installation
Baum Nähe Badestelle Fergitz

Für das Festival hat der Dokumenta- Künstler Olaf Holzapfel die Aktion „having a gate“ umgesetzt. Wie schon 2013 in Patagonien hat er ortsansässige Handwerker gebeten, mit heimischen Material ein Tor zu bauen. Es steht frei auf der Wiese und regt an, über das Davor und Dahinter des Raumes zu reflektieren.
Die Aktion stammt aus der Performance “ housing in amplitude „.

Moritz Hossli (CH): Alluvium, 2016 | Video HD, 16:9, Stereo, 10 min
Scheune, Pinnow

Moritz Hossli hat ein Faible für stille Landschaften: Ob es die eintönig erscheinende Weite von Tagebaugebieten oder die Sicht auf Unterwasserwelten sind, stets sind es für uns ungewohnte, nicht alltägliche Blicke auf die Natur. Dies gilt auch für sein Video Alluvium, in dem die Kamera langsam über die Blätter und Stängel eines Schilfrieds fährt. Aus der Kombination der Wiederholung ähnlicher Formen, der ruhigen Bewegungen und des sanften Rauschens und Raschelns entsteht eine fast meditative Stimmung, die gut zur Abgeschiedenheit und Stille mancher Orte in der Uckermark passt.

Heidi Hostettler (CH)    Uckergrün, 2018 | Fotoplot | Gutshaus, Pinnow

Im Juni 2018 durchstreifte Heidi Hostettler mit ihrer Unterwasserkamera die Seen der Uckermark bei Fergitz, Pinnow, Sternhagen, Suckow, Altenhof. Moorfarbige Wasser hüllen die Ufer-Vegetation sanft ein und geben bleiche Blicke auf Seegrund, Wurzelwerk, Schilfstangen und historische Überreste frei. Die Fotografin bringt Variationen in Grün aus der Tiefe zu Papier und Beamer.

Folke Köbberling (D):  Warme Hütte, 2018  |  Installation, Schafwolle
Seeblick, zwischen Potzlow und Fergitz

Lokale Rohwolle findet in unseren Regionen kaum einen Abnehmer, weil die Wolle aus Neuseeland billiger und feiner ist. Während in der DDR eine Schur Wolle (1 Schaf) ein halbes Monatsgehalt darstellte ist heute die Schur ein Abfallprodukt und wird untergepflügt. Die Textilindustrie benutzt Wolle, die um den halben Erdball geschifft wird.
Die Raststätte am Seeblick wird mit Rohwolle verhangen. Das Dach dient als Unterkonstruktion. Die temporäre Behausung lädt ein auch bei kalten Wetter dort länger zu verweilen.  Angelehnt an die Kulturtechnick der Mongolen wird die Wolle als Wand benutzt.

Eva Fiore Kovacovsky (CH/D) :   Variation as Nature, 2018 | Pflanzen auf Fotopapier |  Pinnow

Eva-Fiore Kovacovskys Arbeiten sind durch einen experimentellen Umgang mit fotografischen Reproduktionstechniken sowie Studien der Biologie und Botanik geprägt. Für das Uckermark Festival bespielt Kovacovsky einen kleinen Pfad hinter der Kirche in Pinnow mit Arbeiten, die teils durch fotografische Experimente vor Ort entstanden sind. Die Arbeiten sind den Witterungsbedingen ausgesetzt und befinden sich so in einem stetigen Zustand der Veränderung.

Antoine Zgraggen (CH):  ThehOrn, 2014 | akustische Skulptur | Pinnow

Der Schweizer Künstler Antoine Zgraggen, der schon mehrfach mit monumentalen, installativen Arbeiten hervorgetreten ist, präsentiert am UM Festival seine Stahlkonstruktion mit dem Namen «the hOrn» . «Als Schiffshorn passt es sehr gut in die sanft gewellte Landschaft der Uckermark und wird Besucherinnen und Besucher immer wieder an anderem Ort zu Veranstaltungen rufen», so seine Idee.

Sommerausstellung im Pinnower Feuerwehrhaus
KATINKA PILSCHEUR & ANDREA STAPPERT
VERLORENE WEGE
Fotografie, Skulptur, Installation

Finissage: So 02.09.2018 17 Uhr
17268 Pinnow bei Gerswalde, Uckermark, veranstaltet von der Dorfgemeinschaft Pinnow e.V.


Musik

Kuratorin: Gudrun Gut

Pilocka Krach (D)

geboren und aufgewachsen in Berlin. DJ Karriere, Autodidakt. Pilocka Krach liebt Synthesizer und MPC. Für ihre authentische Liveshow wird sie in den Clubs und auf den Festivals der Welt gefeiert. Teil der Monika Werkstatt. Eigenes Label „greatest hits international“.

MimiCof (JAP)

MimiCof a.k.a. Midori Hirano ist eine Japanische Musikerin, Komponistin, Klangkünstlerin und Produzentin, geboren in Kyoto und jetzt in Berlin lebend. Musikalische Stichworte: Contemporary minimalism, ambient textures and gentle piano melodies. Ihr Projekt MimiCof konzertriert sich mehr auf Electronica und Beat Produktion. Als MimiCof hat sie diverse Alben veröffentlicht – zuletzt 2017: MimiCof – “Moon Synch” bei Alien Transistor.

Sonae (D)

lebt und arbeitet in Köln. Produzentin und DJ für experimentelle Elektronik, Teil des Labelkollektivs Monika Werkstatt. Ihr Debut-Album erschien 2015 auf Monika Enterprise. Danach Masterstudium an der Folkwang, Klingklang Artist Residency/ Düsseldorf, Women in Computer Music Stipendium am CCRMA/ Stanford University. 2018 Release ihres zweiten Albums: „I Started Wearing Black is a striking Album.“ Fluid Radio UK

Hans-Joachim Irmler (D)

Gründungsmitglied von Faust, Produzent, Tontechniker, Krautrock-Legende. Geboren 1950, baute er als Teenager bereits seine erste Orgel. 1969 gründete sich die Deutsche Kraurockband „Faust“ in Hamburg (siehe Wiki oder Discographie). 2003 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum „Lifelike“, Irmler ist ein Meister der Improvisation und arbeitete mit vielen Musikern und Künstlern zusammen z.B mit FM Einheit, To Rococo Rot, Gudrun Gut, Carl Oesterhelt, Jackie Liebezeit. Zuletzt: Irmler und Oesterhelt vertonen „Die Gesänge des Malodror“ zusammen mit Amateurmusikern des Blasorchesters der Stadtkapelle Scheer.

Blech Potzlow (D)

Die örtsansässige Bläsergruppe aus Potzlow „Blech Potzlow“ unter Leitung von Hans Joachim Irmler spielt neues, ungewöhnlichem Repertoire, was in der Landschaft an verschiedenen Orten (Fergitz, Pinnow, Gerswalde) unverstärkt erklingen wird.

Daniel Meteo (D)

Der Kultur Aktivist Daniel Meteo ist ausgebildeter Gitarrist, DJ und Produzent. Als Labelmanager von Shitkatapult und dem angeschlossenen Verlag, hat er sich immer grenzbereichen der aktuellen Elektronik gewidmet und sich in besonderem Maße um die Langzeitentwicklung der Künstler gekümmert.

Thomas Fehlmann (CH/D)

Die Wurzeln von Thomas Fehlmanns fast 40-jähriger Karriere als elektronischer Musiker liegen in seiner Arbeit mit der Avantgarde-Band Palais Schaumburg. Mit Moritz von Oswald arbeitete er Anfang der 90er an der Berlin-Detroit-Connection und startete seine Partnerschaft mit The Orb. Zusammen mit Gudrun Gut entwickelte er die ‚Oceanclub‘ Radio Show fuer RadioEins.

MONIKA WERKSTATT

ist ein Female Producer- und Künstlerinnenkollektiv aus Berlin, gegründet von Gudrun Gut, mit Musikerinnen aus dem Label-Umfeld Monika Enterprise und Moabit Musik. Es geht ums mitmischen, einmischen und geniessen und lernen. Popkultur nachvollziehbar und erlebbar machen, Teil werden, nicht nur Produkt sein. In wechselnder Besetzung spielten sie bis dato in Berlin, Zürich, Leipzig, Hamburg, Ludwigshafen, München, Malaga, Prag, Budapest, Bukarest, Bristol, London. Für das UM-Festival wird am Sonntag Nachmittag eine Ambient Werkstatt mit freier elektronischer Improvisation im „Grossen Garten“ Gerswalde installiert, u.a. mit Barbara Morgenstern, MimiCof, Pilocka Krach, Sonae, Gudrun Gut.

Gudrun Gut (D)

Musik Kuratorin des Festivals. Seit 1979 Aktivistin der Berliner Musikszene und ist Teil von verschiedenen Bands und Projekten (Mania D., Einstürzende Neubauten, Malaria!, Matador, Davies/Gut, Greie Gut Fraktion, Gut und Irmler, Solo als Gudrun Gut), Labelmacherin (Monika und Moabit Musik), Radiomacherin, zusammen mit Thomas Fehlmann „Ocean Club Radio“ für Radio Eins Berlin u.a. Stationen im In- und Ausland (1997-2007) sowie Festival Kuratorin (Marke B – Berliner Labelnächte, Um-Festival, Monika Werkstatt). Gudrun Gut lebt und arbeitet in Berlin und in der Uckermark.


Literatur

Kuratorin: Ute König
Moderation: Patricia Klobusicz

Wlada Kolosowa (D): Fliegende Hunde

»Russische Mädchen schlagen sich durch, verlieben sich und ekeln sich dabei. Ein freches, leidenschaftliches, kluges Buch.« Wladimir Kaminer

Oksana und Lena wachsen in einem tristen Vorort von St. Petersburg auf. Sie teilen alles:  Träume, Sorgen, erste Berührungen – Nächte, die es nicht geben darf. Um ihnen zu entkommen, zieht Lena zum Modeln nach China, wo ihr Körper Fotografen, Agenten und schmierigen Kunden gehört. Oksana taucht immer tiefer in eine Online-Community ab, in der Magersüchtige die Belagerung von Leningrad nachahmen und Rezepte für Ledergürtelsuppe und Erdkaffee austauschen. Als Lena in den Ferien nach Hause kommt, müssen beide Entscheidungen treffen. Ein Roman über die Freundschaft und zarte Liebe zweier junger Frauen, die auf ihren unterschiedlichen Wegen ihr Glück und sich selbst suchen – und dabei zu Konkurrentinnen werden.

Wlada Kolosowa, geb. 1987 in St. Petersburg, wuchs in Deutschland auf. Sie studierte Publizistik in Berlin und Creative Writing in New York, u. a. bei J. S. Foer und Zadie Smith. 2012 erschien „Russland To Go – Eine ungeübte Russin auf Reisen“. Sie lebt als freie Journalistin in Berlin.

Axel Ranisch (D): Nackt über Berlin

» Rasantes Romandebüt voller skurrilem Witz, Wärme und tieferer Bedeutung.« Knut Elstermann
»Eine irre Liebesgeschichte zum Einsaugen.« Ulrike Folkerts
»Das Buch ist der Killer« Robert Gwisdeck

Jannik und Tai, von ihren Mitschülern liebevoll Fetti und Fidschi genannt, sind zwei ganz normale Sechzehnjährige. Bis sie eines Tages ihren Rektor sturzbetrunken auf der Straße auflesen und in seiner eigenen Wohnung einsperren. Aus dem Scherz wird schnell eine handfeste Entführung. Tai genießt es, »Gott« zu spielen und zwingt den Lehrer zu einem Seelenstriptease. Ein Höllentrip für Jannik, der schnell bemerkt, dass Tai seine zarte Verliebtheit nur ausnutzt. Er muss handeln…
Eine liebevolle und schräge Coming-of-Age-Geschichte, lustig und voller Überraschung erzählt.

Axel Ranisch, Regisseur, Schauspieler und Opernschreiber ist ein kreativer Tausendsassa. Nach den Filmen »Dicke Mädchen«, »Ich fühl mich Disco« und »Alki Alki« hat er nun seinen Einfallsreichtum in Literatur gegossen.

Manja Präkels (D): Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

Landleben zwischen Lethargie und Lebenslust. Mimi und Oliver sind Nachbarskinder und Angelfreunde in einer kleinen Stadt an der Havel. Sie spielen Fußball miteinander, leisten den Pionierschwur und berauschen sich auf Familienfesten heimlich mit den Schnapskirschen der Eltern. Mit dem Mauerfall zerbricht auch ihre Freundschaft. Mimi sieht sich als der letzte Pionier – Timur ohne Trupp.
Oliver wird unter dem Kampfnamen Hitler zu einem der Anführer marodierender Jugendbanden In Windeseile bringen seine Leute Straßen und Plätze unter ihre Kontrolle. Dann eskaliert die Situation vollends…

Manja Präkels erzählt in ihrem Debutroman vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll, dem Auftauchen verloren geglaubter Gespenster, von Freundschaft und Wut.

Manja Präkels, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, ist Sängerin der hochgelobten Band »Der singende Tresen« und Autorin des Lyrikbandes »Tresenlieder«. Sie ist Mitherausgeberin der erzählerischen Anthologie »Kaltland – Eine Sammlung«, eines Klassikers der Nachwende-Literatur. Für ihren Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ wurde sie mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium 2018 ausgezeichnet und für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 nominiert.
Zudem erhält sie für diesen Roman den Anna-Seghers-Preis 2018.


Writers Residence

Kuratorin und Moderation: Hannah del Mestre
Jury: Ulrike von Stenglin, Helene Bukowski, Andreas Paschedag
Textwerkstatt: Annett Gröschner

Ines Berwing wurde 1984 in Bad Nauheim geboren.
Sie studierte deutsche und englische Literaturwissenschaften, danach
Drehbuch an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Ihre
Kurzfilme liefen auf zahlreichen internationalen Festivals und gewannen
Preise. Neben Drehbüchern schreibt sie auch Lyrik, die in Zeitschriften
(u.a. allmende, STILL, LICHTUNGEN & JENNY) und im Jahrbuch der Lyrik
2015 veröffentlicht wurden. 2010 gewann sie den Paula Rombach-
Literaturpreis für Lyrik, 2015 war sie Stadtschreiberin der BELLA triste

Carolin Krahl ist Literatur- und Kunstwissenschaftlerin (MA). Sie lebt als freie
Autorin in Leipzig, schreibt Essays, Lyrik und Kurzprosa und realisiert
szenische und performative Lesungen. Im Frühjahr
2017 war sie Aufenthaltsstipendiatin des Kunstvereins Röderhof e.V. in Sachsen-Anhalt. Carolin Krahl ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift PS – Anmerkungen zum Literaturbetrieb / Politisch Schreiben, die sich theoretisch wie praktisch der Kritik des bestehenden Literaturbetriebs widmet, um ihn anders denkbar zu machen.

Anna-Kirstine Linke, geboren 1992, studiert Regie an der HfMT in Hamburg. Zuvor schloss sie ihr Studium der Philosophie-Künste-Medien in Hildesheim ab. Als Regisseurin drehte sie Dokumentarfilme z.B. auf dem Maidan und entwickelte Stücke z.B. zur Auflösung ihres Elternhauses. Zur Zeit schreibt sie an ihrem ersten Roman und erarbeitet mit Hannah Lesser Methoden, mit denen Einzelpersonen und Gruppen selbstfürsorglich kreativ arbeiten können. Anna-Kirstine Linke ist Stipendiatin der Studienstiftung, Preisträgerin beim Treffen junger Autoren, 2013 wurde sie von der Stiftung Niedersachen gefördert. Seit 2018 ist sie Mentee beim Mentoringprogramm „Text“ des Performing Arts Programms.

Henrik Pohl, 1988 in Lemgo geboren. Studium der
Kulturwissenschaften in Frankfurt (Oder) und Istanbul. Seit 2015 am
Literaturinstitut in Hildesheim. War im vergangenen Jahr u.a. Artist in
Residence beim POSANOVA Festival und Preisträger beim
Literaturwettbewerb Hamburg. Letzte Veröffentlichungen in BELLA
triste, JENNY und Politisches Schreiben.

Lea Woltermann wurde 1994 in Köln geboren.
Sie studiert Integriertes Design mit dem Schwerpunkt Zeichnung und Animation in Bremen. Zuvor war sie als Freie Mitarbeiterin für verschiedene Zeitungen tätig. In ihren Film- und Prosaarbeiten beschäftigt sie sich mit den Themen Zugehörigkeit und Identität in unterschiedlichen Lebensräumen.